Pressespiegel:

  • 17. November 2011

Rechtsradikale „Graue Wölfe“ tagen in der Essener Grugahalle

Bereits zum dritten Mal kommt die vom Verfassungsschutz beobachtete, türkische Vereinigung „Graue Wölfe“ am Samstag in der Essener Grugahalle zusammen. Dabei kann es die Ideologie der türkischen Rechten locker mit der deutscher Neonazis aufnehmen.

„Der türkische Rechtsextremismus muss mit der gleichen Ernsthaftigkeit bekämpft werden wie der deutsche“, fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel aus Bochum. Die NRW-Landesregierung hält sich jedoch bedeckt. „Wir wollen der Beantwortung der Anfrage nicht vorgreifen“, sagt Sprecher Jörg Rademacher.

Dabei sind die Erkenntnisse des NRW-Verfassungsschutzes alarmierend: Rund 70 Vereine der nationalistischen Bewegung mit mehr als 2000 Mitgliedern zählen die Verfassungsschützer im Land. Beinahe in jeder größeren Stadt gibt es Vereinsheime der Grauen Wölfe. Die Ideologie der türkischen Rechten ist eine Mischung aus übersteigertem Nationalismus, Führer-Kult und der Überzeugung, dass die eigene Rasse überlegen ist. Selbst bei den Feindbildern gibt es Gemeinsamkeiten mit Neonazis: Deutsche und türkische Rechtsradikale eint der Hass auf Juden und Homosexuelle. Auch der Traum von einem Großreich gibt es bei den Grauen Wölfen: Es soll „Turan“ heißen und sich von Zentralasien bis zum Balkan erstrecken. Ihre Zielgruppe: frustrierte Jugendliche mit Integrations-Schwierigkeiten.

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