Pressespiegel:

  • 19. Januar 2010
Quelle: WAZ Wattenscheid, 19.01.2010, Annette Wenzig

Politik auf Rädern

SPD-Landtagskandidat Serdar Yüksel beim DRK

Wattenscheid. Noch sitzt er gar nicht im NRW-Landesparlament, und doch will Serdar Yüksel den Kontakt mit der Lebenswelt der „kleinen Leute” stärken: „Von Mensch zu Mensch” hat der SPD-Landtagskandidat seine erste Arbeitstour im Rahmen der Initiative „Tatkraft” überschrieben.

Geführt hat sie ihn zum Essen auf Rädern des Deutschen Roten Kreuzes. Gemeinsam mit dem Zivildienstleistenden Julian Braun (20) ging es am Dienstag kreuz und quer durchs Stadtgebiet. „Wir waren in Gerthe, in Stiepel, in Altenbochum”, erzählt der SPD-Politiker nach dem ersten Teil der Tour. „Das könnte man bei den Essens-Preisen gar nicht finanzieren, wenn es keine Zivis gäbe.”

Vision einer kommunalen Beschäftigungsgesellschaft

Und schon ist Yüksel bei seinem Thema: der Politik. „Mit der Verkürzung der Zivildienstzeit wird es Probleme geben”, prophezeit er – und beschreibt seine Vision von kommunalen Beschäftigungsgesellschaften. „Wir bezahlen so viele Menschen fürs Nichtstun, die in Vollzeit ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen könnten: gesellschaftliche Aufgaben, die keinen Profit bringen”, erklärt er.

Mit der Forderung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) nach einer Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger habe das aber nichts gemein, betont Serdar Yüksel. „Koch will ja eher so eine Art Arbeitsdienst.” Wer hingegen in einer Beschäftigungsgesellschaft arbeite, würde dafür einen Tariflohn bekommen. Wer das bezahlen soll? „Die Allgemeinheit”, sagt Yüksel. „Der demografische Wandel zeigt sich schon, und wir müssen uns dieser Herausforderung stellen.”

Professionalisierung des Ehrenamtes

Es sei wichtig, dass alte Menschen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben könnten. „Ein Pflegeheim kostet mehr.” Mit einer Professionalisierung des Ehrenamtes, so Yüksel, könne man nicht nur die Folgekosten minimieren, sondern auch eine Stärkung der Gemeinschaft erreichen...

Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.derwesten.de