Pressespiegel:

  • 13. November 2009
WAZ Wattenscheid, 13.11.2009, Ferdi Dick

Ehrlichkeit wird anerkannt

Interview mit Serdar Yüksel (SPD)

Wattenscheid. Am 23. November fallen in der Stadthalle die Würfel, wer als Spitzenmann der SPD im Landtagswahlkreis 109 kandidiert. Die Entscheidung fällt zwischen Thorsten Kröger (45) und Serdar Yüksel (36).

Sie haben in der Stadthalle eine Art „Heimspiel”. Spielt das für Sie eine Rolle?

Yüksel: Von der Symbolik ist es wichtig, dass diese Veranstaltung hier in Wattenscheid stattfindet. Denn dieser Stadtbezirk hatte drei Jahre lang keine Stimme mehr im Landtag.

Vor fünf Jahren sind Sie an gleicher Stelle mit nur einer Stimme der damaligen Ministerin für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie, Birgit Fischer, unterlegen. Hat Sie diese Niederlage geschmerzt?

Yüksel: Ehrlich gesagt nicht! Ich bin mit einem Lächeln nach Hause gegangen, denn das war für mich ein hervorragendes Ergebnis. Es hat mich motiviert, mich erneut zu bewerben. Für mich war es damals selbstverständlich, dass ich anschließend Birgit Fischers Wahlkampf in Wattenscheid organisiert habe.

Sie sind bereits mit 16 Jahren Mitglied der SPD geworden. Was waren Ihre Beweggründe für den Beitritt zu dieser Partei?

Yüksel: Ich war 15, wobei ich gestehen muss, dass ich schon von Kind an Politiker werden wollte. Die SPD habe ich gewählt, weil sie nach meiner Einschätzung die Partei der kleinen Leute war und auch heute ist.

Seit 1991 arbeiten Sie als Krankenpfleger, seit 15 Jahren auf einer Intensivstation. Wie würden Sie den Zustand des Patienten „SPD” beurteilen?

Yüksel: Dem Patienten geht's im Moment nicht gut. Er hat aber gute Aussichten auf vollständige Genesung, wenn wir uns auf unsere Grundwerte besinnen und wieder Politik für und mit den Menschen machen, wo Gerechtigkeit und Teilhabe wieder im Vordergrund stehen.

Der Unterbezirk, dessen Vorstand Sie angehören, hat Ihnen in diesem Jahr die Organisation aller Wahlkämpfe anvertraut. Dazu gehörte auch das Plakatieren. Vorausgesetzt, Sie würden zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl vorgeschlagen, würden Sie ihr einiges Konterfei an die Laternen hängen?

Yüksel: Ja!

 

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