Pressespiegel:

  • 10. April 2010

Kandidaten geben Gas




Sehr gut aufgelegt zeigte sich der südkoreanische Klavier-Virtuose Bum Suk Kim in der Kunstwerkstatt am Hellweg. Dorthin hatte Serdar Yüksel geladen, um angesichts maroder Gemeindehaushalte vor den massiv drohenden Mittelkürzungen in den Kultur-Etats zu warnen. „Kultur ist das, was den Menschen zum Menschen macht, sie hält unsere Gesellschaft im Innersten zusammen“, sagte Yüksel, und er hob hervor: „Der Zugang zur Kultur darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Auch dafür muss das Konzept der Daseinsvorsorge gelten. Wir brauchen ein flächendeckendes Angebot, das zu erschwinglichen Preisen und niedrigen Zugangsschwellen breiten Teilen der Bevölkerung zur Verfügung steht.“

Yüksel hatte bewusst die Kunstwerkstatt für seinen Auftritt gewählt: Seit 15 Jahren bieten Anne und Reinhard Cebulla, ohne einen Cent aus der öffentlichen Hand, in der ehemaligen Stellmacherei am Hellweg kulturellen Kaviar für kleines Geld. Die Bundestagsabgeordneten Axel Schäfer (Bochum) und Gerd Bollmann (Herne) waren von der Location und dem privaten Engagement der Werkstatt-Betreiber begeistert. „Ich kannte das noch nicht“, räumte Axel Schäfer ein. „Aber es ist schön, dass man als Abgeordneter dazu lernen kann.“


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