Pressespiegel:

  • 12. August 2010

Rückkehr des geschassten Polizeichefs?

#Der Regierungswechsel in NRW könnte für Thomas Wenner das Comeback bedeuten. Intern sei der Name des ehemaligen Bochumer Polizeichefs mehrfach gefallen, heißt es. Der 62-Jährige könnte als Polizeipräsident oder Staatssekretär zurückkehren.#

Kürzlich, nach der Katastrophe der Duisburger Loveparade, hatte er wortmächtig seine Stimme erhoben, Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen angekündigt: Thomas Wenner (62), vom 1.Oktober 1993 bis zum 9. Oktober 2009 Polizeipräsident von Bochum, dann von Ex-Innenminister Ingo Wolf (FDP) in den vorläufigen Ruhestand versetzt, angeblich wegen Illoyalität der Regierung gegenüber.

Seitdem besteht die Frage, ob Wenner als Polizeipräsident zurückkehrt. Vor allem, seitdem Rot-Grün in Düsseldorf regiert. Schließlich wurde Wenner vor zehn Monaten nur deshalb geschasst, weil er der SPD innerparteilich gefällig gewesen sein soll. Es ging um die Einschätzung der Mafia im Ruhrgebiet. Nach der Regierungsbildung durch Hannelore Kraft sei intern der Name von Wenner mehrfach gefallen, so Bochums SPD-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel zur WAZ: „Wenner ist mitten im Saft und von Tatendrang beseelt, kein Rentner, der die Rosen schneidet.“

Die drei Bochumer SPD-Landtagsabgeordneten, an der Spitze Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke, wissen jedenfalls, was sie an Wenner haben. So lobt ihn Serdar Yüksel als „vielbeachteten Polizeipräsidenten, der gute Arbeit gemacht“ habe: „Die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand war völlig unberechtigt, das war eine politische Absetzung.“ Die CDU/FDP-Regierung hätte „nach den Mafia-Morden in Duisburg nicht hören wollen, dass das Ruhrgebiet ein Tummelplatz der Mafia ist“.

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