Pressespiegel:

  • 08. November 2010

Protest gegen KiBiz -Erzieherinnen: „Wir können nicht mehr“

Bochum. Gemeinsam gegen „KiBiz“: Die 450 Beschäftigten der 43 Evangelischen Kindertageseinrichtungen in Bochum fordern eine Reform des Kinderbildungsgesetzes in NRW.

Die Mitarbeiterinnen der Evangelischen Kitas mit insgesamt 2800 Plätze verlangen „Resultate, keine Phrasen“. Bei einer Versammlung haben sie ihre zentralen Anliegen auf „Stolpersteine“ gepinselt. Sie sollen den steinigen Weg symbolisieren, der KiBiz für ihre Arbeit mit den Kindern bedeute: „Der Alltag gleicht immer mehr einem steinigen Acker.“

Den will die SPD kräftig umpflügen. „Von dem alten Gesetz wird nicht mehr viel übrig bleiben“, versprach SPD-Landtagsabgeordneter Serdar Yüksel am Montag bei einem Besuch in der Kita Gethsemane. Die rot-grüne Minderheitsregierung strebe eine „Generalrevision“ des KiBiz-Gesetzes an. Dafür würden zusätzlich 300 Mio. Euro bereit gestellt. Dringend erforderlich sei insbesondere der weitere Ausbau der U-3-Betreuungsplätze. Zum Jahresende sei mit einem ersten Referentenentwurf zu rechnen. „Inzwischen gibt es auch Signale aus der CDU, wo die Überzeugung wächst, dass KiBiz nicht der Weisheit letzter Schluss ist“, erklärte Serdar Yüksel.

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