Landtagsabgeordneter Serdar Yüksel besucht Fliednerhaus für Wohnungslose der Diakonie Ruhr

Kandidaten Fotos vom 23. Februar 2017

Am Montagmorgen traf sich der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel mit Vertretern der Diakonie Ruhr im Fliednerhaus am Bochumer Ruhrstadion um neue Konzepte zur Wohnungslosenhilfe zu diskutieren.

„Das Fliednerhaus bietet Wohnungslosen das ganze Jahr über eine Übernachtungsstelle. Es ist aber mehr als eine Schlafstätte: Im Erdgeschoss wird mit viel Engagement eine Suppenküche betrieben. Außerdem gibt es medizinische Hilfe für Wohnungslose. Ein besonderes Merkmal des Fliednerhauses ist darüber hinaus, dass es vollständig barrierefrei konzipiert wurde.“, erzählt Yüksel begeistert vor dem Fliednerhaus.

Das Ziel der Diakonie Ruhr besteht aber nicht nur darin, Wohnungslosen einen temporären Schlafplatz zu bieten, sondern durch die Verkopplung mit Beratungsstellen und dem Wohnungsmarkt wird auch aktiv versucht, ihnen auf der Suche nach einer eigenen Wohnung zu helfen.

„Die Menschen geraten häufig durch Überschuldung oder Traumata wie etwa den Tod eines Partners oder eines Kindes in die Wohnungslosigkeit. In meiner Zeit als Krankenpfleger bin ich vielen solchen Menschen begegnet. Manche dieser Menschen brauchen eine längerfristige Begleitung, um ein neues Leben anzufangen, andere wiederum schaffen es mit wenig Unterstützung recht schnell.“, so Yüksel.

Ein neues Konzept, um Wohnungslosen den Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben mit einer eigenen Wohnung zu ermöglichen, ist das „Housing First“. Dieses Prinzip aus den USA sieht vor, einem Wohnungslosen bedingungslos eine eigene Wohnung zur Verfügung zu stellen. Auf diesem stabilen Fundament sollen andere Probleme wie Schulden, Sucht oder Arbeitslosigkeit angegangen werden, nicht umgekehrt. In Amerika konnten damit große Erfolge erzielt werden.

„Wir dürfen uns mit der Armut und der Wohnungslosigkeit niemals abfinden. Deshalb müssen wir mutig sein und mit neuen Ideen vorangehen, um den Menschen den Weg zurück zur Selbstständigkeit und Würde zu ermöglichen.“